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Nr. 4/2007
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Unser PANTO® Power Mix ist ein Produkt, welches sich binnen kürzester Zeit am Markt
etablierte und bereits viele sehr zufriedene Kunden gefunden hat. Es ist sogar so erfolgreich, dass, mal abgesehen von der Verteilung einiger Produktinformationsblätter
und Etiketten, ansonsten wenig von Nöten war, um das Produkt im Markt zu etablieren. Aus aktuellem Anlass müssen wir jetzt doch ein paar Worte schreiben, weil nämlich bereits
mehrere Mitbewerber versucht haben, dieses Produkt nachzubauen und die gleiche Wirkung versprechen. Anbieter von Glycerin behaupten ebenfalls, PANTO® Power Mix
sei durch Glycerin ersetzbar. Beide Behauptungen sind falsch und verunsichern unsere Kunden. Diese PANTO® News soll deshalb 3 Dinge klären:
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1. Wirkungsweise von PANTO® Power Mix 2. Alternativen des Wettbewerbs ? 3. Vergleich mit Glycerin
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1. Wirkungsweise von PANTO® Power Mix
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PANTO® Power Mix ist ein reines Energiekonzentrat, welches energetische Defizite in
der Wiederkäuerration ausgleicht. Die Mindesteinsatzmenge beträgt 300g je Tier und Tag. Die Einsatzmenge kann aber, je nach Schwere des Energiedefizites auf bis zu 1000g
pro Tier und Tag gesteigert werden. Etwa 50% der Gesamtenergie stammen aus pansengeschützten, gehärteten Fetten, wirken also im Darm. Die Kuh ist in der Laktation
stoffwechselstabiler und zeigt eine bessere Leistungspersistenz, weil die Fette einen so genannten „Glucosespareffekt“ erzielen. Die Wirkung der pansengeschützten Fette ist in
anerkannter Fachliteratur beschrieben und wird auch in der Praxis kaum in Frage gestellt. Das Innovative am PANTO® Power Mix sind die anderen 50% der Gesamtenergie,
welche im Pansen wirken und über Synchronisationseffekte die energetische Ausbeute aus der Gesamtration verbessern. Somit werden auch aus den betriebseigenen
Grundfuttermitteln höhere Energieausbeuten erzielt. Die Synchronisationswirkung ist in Abbildung 1 und 2 dargestellt.
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Auch in diesem Jahr werden Milchviehrationen in der kommenden Winterfütterung
Energiedefizite aufweisen. Dieses Defizit kann nur bedingt mit „Kraftfutter“ ausgeglichen werden, da ansonsten mit einer Pansenübersäuerung zu rechnen ist. Hier ist unser
Energiekonzentrat genau richtig: Es wird mit wenig Volumen viel Energie an das Tier gebracht und die Gesamtration ist wiederkäuer-gerechter. Aufgrund der
witterungsbedingten Energiedefizite im Grundfutter ist PANTO® Power Mix somit die optimale Ergänzung für die anstehende Fütterungssaison.
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2. Alternativen des Wettbewerbs ?
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Ein funktionierender Nachbau des Produktes durch andere Firmen ist nicht möglich, weil
nur Hamburger Leistungsfutter über die für uns patentrechtlich geschützte Wisan® -Technik verfügt. Im Falle von PANTO® Power Mix kommt die Wisan®-Technik bei der Bearbeitung der pansenverfügbaren Energieträger zum Tragen (Leinaufschluss,
Vorverkleisterung, Verschmelzungen), d.h. 50% der Energiequellen sind quasi unnachbaubar. Bei den geschützten Fetten verwenden wir wohlschmeckende, gehärtete Fette wobei wir
hier als Anbieter nicht alleine sind. Das einmalige am PANTO® Power Mix liegt jedoch in
der Kombination verschiedener Quellen mit einem breiten Wirkungsspektrum im Pansen bei einem vergleichsweise günstigen Preis. Uns ist bisher kein Fall aus der Praxis bekannt, wo ein nachgebautes
Wettbewerbsprodukt die gleiche Wirkung im Tier hat wie unser PANTO® Power Mix.
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3. Vergleich mit Glycerin
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Leider wird in der Verkaufspraxis das Glycerin dem PANTO® Power Mix oft
gleichgestellt und die Empfehlung ausgesprochen, bei Glycerineinsatz das PANTO® Power Mix aus der Ration zu nehmen. Beide Produkte sind aber in ihrer Wirkung völlig
verschieden. Glycerin soll durch so genannte glucoplastische Substanzen die Leber bei einem Energiewert von 8 bis 9,7 MJ NEL, abhängig von seiner Reinheit (80%ige Ware),
direkt schützen. Glucoplastische Substanzen erhöhen den Glucosespiegel im Blut und entlasten so die Leber. PANTO® Power Mix hat einen Energiewert von 15 MJ NEL,
keine glucoplastischen Substanzen, dafür aber:
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Von daher sind PANTO® Power Mix und Glycerin gar nicht gegeneinander
austauschbar! Beim Glycerineinsatz in der Ration ist bei der Futterberechnung unbedingt darauf zu
achten, dass der Anteil pansenbelastender schnell fermentierbarer Kohlenhydrate nicht zu hoch wird, denn der größte Teil des Glycerins wird im Pansen ganz normal
verstoffwechselt, wie z.B. Getreide. Nur ein kleiner Teil des Glycerins gelangt tatsächlich in die Blutbahn und erhöht den Glucosespiegel des Blutes.
Um das Glycerin chemisch einordnen zu können hier noch einige Informationen zum Produkt: Glycerin fällt als Nebenprodukt bei der Verseifung von Fetten, bei der Spaltung von Ölen
und Fetten zu Fettsäuren und bei der Veresterung oder Umesterung von Ölen und Fetten an. Mehr als 85 % des Glycerins stammen aus diesen Prozessen der fettverarbeitenden Industrie.
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Woher kommt Glycerin?
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Bezogen auf Raps als ertragreichste Ölpflanze Europas fallen je nach primärem
Verarbeitungsziel als Nebenprodukte Rapsexpeller, Rapsextraktionsschrot, Rapsschalen und eben Glycerin an. Glycerin, auch als Glycerol oder Propantriol (Propan-1,2,3-triol) bezeichnet, steckt als Grundgerüst in allen tierischen und pflanzlichen Fetten und Ölen.
Die meisten von ihnen enthalten ca. 10 % Glycerin. Es wird prognostiziert, dass die Produktion von Pflanzenölen von weltweit 70,6 Mio. t/a
(1993 – 1997) auf 108 Mio. t/a (2008 – 2012) steigen wird. Infolgedessen ist auch die Gesamtmenge an Glycerin in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Zunehmen wird auch
die Biodieselherstellung, da vor dem Hintergrund steigender Rohölpreise und der wirtschaftlichen Förderung der Biodieselherstellung die Produktionskapazitäten ausgebaut werden. Da also die Menge an produziertem Glycerin kontinuierlich ansteigt, der Verbrauch aber
nicht in gleichem Maße wächst, fällt der Glycerinpreis. Dies führt zu einer verstärkten Forschung nach neuen Verwendungsmöglichkeiten für Glycerin.
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lautet: „Süßfett“. Glycerin ist eine sehr vielseitig verwendbare
Substanz. Unter anderem ist es in Kosmetika als Feuchtigkeitsspender (da wasserbindend) enthalten, kann als
Frostschutzmittel, Schmierstoff und Weichmacher verwendet werden und wird bei der Herstellung von Kunststoffen, Mikrochips, Farbstoffen sowie Zahnpasta benötigt.
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Grundsätzlich ist zwischen Rein- und Rohglycerin zu unterscheiden!
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Glycerin, das beliebig mit Alkohol und Wasser mischbar ist, wird zum einen als
“Rohglycerin” mit etwa 80% Glycerin-Gehalt, zum anderen in aufbereiteter (refined) Form mit Reinheiten um 99,5% (Pharmaglycerin) als „Reinglycerin“ gehandelt. Das reine Glycerin ist besonders bei niedrigen Temperaturen zähflüssiger, was als technische Eigenschaft bei Lagerung, Abfüllen, Einmischen usw. zu beachten ist. Da die Nachfragen nach Einsatz von Rohglycerin (Reinglycerin dürfte viel zu teuer sein)
zunehmen, sollten die Landwirte darauf hingewiesen werden, dass sie die Qualität des Glycerins kennen (siehe Tab. 1) sollten. Denn je nach Herstellungsverfahren enthält
Rohglycerin unterschiedliche Anteile organischer und mineralischer Verunreinigungen. Schwankungen im Wassergehalt von 1 bis 27 % sind bekannt. Der Glycerinanteil im
Rohglycerin kann durchaus unter 50% betragen. Woraus besteht dann aber der Rest? Der Methanolgehalt kann schwanken, der Anteil von Schwermetallen und Mineralstoffen
kann variieren. Ohne entsprechende Analysendaten sollte also keine Empfehlungen für den Einsatz von Rohglycerin gegeben werden.
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Tab.1: Analysenwerte des ungereinigten Glycerin aus der Biodieselproduktion
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Analyseparameter
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Einheit
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Ergebnis
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Wassergehalt
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%
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1,5
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Glycerin
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%
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48,6
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Methanol
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%
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17,4
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Calcium
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mg/kg
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20,0
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Kalium
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%
|
2,0
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Magnesium
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mg/kg
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< 1,0
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Phosphor
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mg/kg
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19,0
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Stickstoff
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mg/kg
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55,0
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Blei
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mg/kg
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< 0,5
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Cadmium
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mg/kg
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< 0,5
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Chrom
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mg/kg
|
< 0,5
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Kupfer
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mg/kg
|
< 0,5
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Nickel
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mg/kg
|
< 0,5
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Quecksilber
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mg/kg
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< 0,1
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Zink
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mg/kg
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< 0,5
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organ. Material (aber kein Glycerin)
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%
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49,3
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Glycerineinsatz beim Wiederkäuer
In der Phase der negativen Energiebilanz zum Laktationsstart nutzen fast alle Kühe Körperfett als Energiereserve. Bis zu einem gewissen Grad ist das ein notwendiger
und physiologischer Prozess. Wird aber zu schnell und zu viel Fett abgebaut, weil der Energiemangel besonders stark ausgeprägt ist, droht das Risiko von
Ketoseerkrankungen. Die Ketose verursacht nicht nur direkten Schaden, sondern ist auch die Ursache für andere nachfolgende Gesundheitsstörungen sowie für schlechte Fruchtbarkeit und Milchleistungseinbußen.
Um dem vorzubeugen, bietet sich der Einsatz von ketoseprophylaktischen Substanzen an. An Wiederkäuer wird u.a. Glycerin als glucoplastische Verbindung zu Ketoseprophylaxe
eingesetzt. Dazu gibt es aber bisher nur wenige Versuche im Wiederkäuerbereich, die z.T. auch recht widersprüchliche Ergebnisse lieferten. Wissenschaftler der Uni Rostock
fanden in einem neuen Versuch (Juni 2005) heraus, dass das Risiko für Ketose durch Glycerin sogar höher sein soll.
Andere Wissenschaftler stellten fest, dass in Rationen mit stärkereichen Kraftfuttern bei einem Anteil von 20 % Reinglycerin bzw. 10 % Rohglycerin die Faserverdaulichkeit
zurück ging, allerdings wurde die Verdaulichkeit der organischen Substanz nicht beeinträchtigt.
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Fazit
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PANTO® Power Mix ist ein reines Energiekonzentrat zum Energieausgleich der
Futterration und ist bei energiearmem Grundfutter besonders sinnvoll, da mit wenig Menge viel Energie ins Tier gebracht wird - ohne den Pansen zu belasten. Das Innovative an PANTO® Power Mix ist unsere firmeneigene Formulierung und Kombination verschiedener Energiequellen - diese Formulierung ist für Mitbewerber kaum nachbaubar. PANTO® Power Mix kann durch Glycerin nicht ersetzt werden, da die Wirkung im Tier völlig anders ist.
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